Starkenburger - Franz-Senn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dennis Rukes   
Dienstag, den 09. März 2010 um 09:10 Uhr
…heute nun sollte die Tour dramatische Wendungen nehmen und ein aufregender Tag stand bevor. Die Wegstrecke zwischen den beiden Hütten ist bei Wahl des normalen Weges relativ unspektakulär. Es ist eine recht leichte Wanderung, welche eher „rot“ als „schwarz“ einzustufen ist. Man wandert den ganzen Tag mit schönem Blick auf das Tal am Berg entlang. Natürlich sind entsprechende Aufstiege und Abstiege zu bewältigen, aber Alles in einem durchaus überschaubaren Rahmen. Lediglich die Wegstrecke selbst erfordert Kondition, da viele Meter genommen werden müssen. Insgesamt gesehen aber ein sehr schöner Weg mit vielen lohnenden Ausblicken.

Aber eben ein "langweiliger Spaziergang", also nichts für uns. Im Vorbeigehen sollte heute noch spontan das Schwarzhorn mitgenommen werden. Ein eher unspektakulärer Berg, dessen Besteigung sich allerdings unserer Meinung nach lohnt. Letztlich haben sich 3 weitere Wanderer in unseren Windschatten gehängt und rauf ging es auf das Horn. Auch hier sind wieder einige leichte Klettereien zu meistern, der Gipfel ist allerdings gut zu nehmen. Anders sah es beim Abstieg aus. Es musste ein großes Steinfeld überwunden werden, was dem Tourenneuling nicht sonderlich zusagte. Und dann war es soweit, Christian hatte einen Stein falsch erwischt und schmierte ab. Markerschütternde Schreie drangen teilweise bis rüber ins Zillertal. In den Nachrichten am Abend sollte von einem Beben berichtet werden. Schnell hatte der Tourenleiter die Hand an der Karte der Bergrettung. Ein geübter Blick auf den Verletzten sollte allerdings schnell klarstellen, dass es sich letztlich um lediglich ein paar Kratzer gehandelt hat. Kein Anschwellen des Knochens und keine Stauchung. Nun konnte herzlich über den Vorfall gelacht werden, wobei der Tourenneuling in der Folge natürlich so ging, als ob das Bein fünffach gebrochen sei.

Nach der vorauseilenden Dreiergruppe haben wir dann letztlich auch die Station für die Zwischenjause erreicht. Wir waren zurückgefallen, also schnell ein Gletscherwasser getrunken und als Erste wieder losgeeilt. Den Vorsprung haben wir dann bis zur Franz-Senn-Hütte gehalten. Belohnt wurden wir hier mit einem schnuckeligen 4er-Zimmer statt des eigentlich bestätigten Lagers.

Am Abend klebten natürlich alle Wanderer an Christians Lippen. Aufregend war es, wie er von seinem Ringen mit dem Tod berichtet hat. Insbesondere die Stelle, an der er erzählt, wie sich die Erde im Umkreis von 4 Metern um seinen Knöchel komplett tiefrot färbte. Ne, was war das Alles aufregend…….

Hier geht es zur Galerie der Etappe 
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Das Schwarzhorn
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Abgerutscht am Schwarzhorn
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2l Skiwasser
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"Päusken" 
Tagesverlauf: Start an der Starkenburger Hütte über den Normalweg - Abweichung von Normalroute durch Besteigung des Schwarzhorns - Einkehr an der Jausenstation - Weiter über den Normalweg bis zur Franz Senn Hütte

Reine Gehzeit:
ca. 6 Stunden

Gefahrenstellen:
Bei Nutzung der Normalroute absolut problemlos begehbar mit lediglich einigen sehr leichten und gut gesicherten Kletterstellen“. Bei Mitnahme“ des Schwarzhorns ist der Bereich vor dem Gipfel ein wenig anspruchsvoller.

Eignung des Normalwegs für Kinder:
ist gegeben, wenn diese sehr konditionsstark sind.

Voraussetzungen für den Normalweg:
Trittsicherheit und eine gute Kondition. Schwindelfreiheit lediglich bedingt.

Höhenmeter:

Unser Meinung über die Schwierigkeit des Normalwegs: star_fullstar_full